Vermeide Schachtelsätze, Abkürzungen ohne Erklärung und vage Verben. Schreibe „Datei hochladen“, nicht „Datei verwalten“, wenn genaues Handeln gefragt ist. So landen Hinweise korrekt in Screenreader-Ausgaben, werden leichter übersetzt und reduzieren Missverständnisse für Menschen mit kognitiven oder sprachlichen Barrieren spürbar.
Statt „Mehr“ oder „Hier klicken“ beschreibe Ziel und Wirkung: „Weitere Ergebnisse laden“ oder „Profil von Alex ansehen“. Alternativtexte sollten Zweck und Funktion wiedergeben, nicht rein visuelle Details. So verstehen Hilfsmittel, wohin eine Aktion führt, und Nutzer entscheiden informiert und selbstbestimmt.
Nutze identische Begriffe für dieselbe Funktion auf Web, iOS, Android und Desktop. Uneinheitliche Benennungen erschweren mentale Modelle und Sprachbefehle. Wenn die Beschriftung „Speichern“ heißt, sollte der Voice-Befehl ebenfalls „Speichern“ heißen, nicht „Sichern“ oder „Ablegen“, um Verlässlichkeit zu erhöhen.
Ersetze vage Titel wie „Los“ durch „Suche starten“ oder „Datei hochladen“. Ergänze Kontext, etwa „PDF, maximal 10 MB“. So erhalten Screenreader und Menschen, die per Sprache interagieren, genug Information, um das richtige Element gezielt auszuwählen, ohne Ausprobieren oder Ratespiele.
Wenn etwas geladen wird, schreib „Wird geladen…“ und kündige den Abschluss an: „Laden abgeschlossen, 12 Ergebnisse“. Solche Zustandswechsel sind entscheidend für assistive Technologien, damit Fortschritt hörbar bleibt und niemand fälschlich annimmt, die Oberfläche sei eingefroren oder eine Aktion sei fehlgeschlagen.
Verlasse dich nicht nur auf Farbe oder Iconografie. Kombiniere Muster: Text, Form, Ton, Vibration. Eine kurze, klare Statusmeldung hilft allen, besonders Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen. So entsteht redundante, dennoch elegante Kommunikation, die in unterschiedlichen Umgebungssituationen zuverlässig funktioniert.
Wörter wie „Anlage“ oder „Sichern“ bedeuten je nach Kontext Unterschiedliches. Liefere Klarheit durch Objekte und Aktionen: „Dokument speichern“, „Datei anhängen“. So reduzieren sich Übersetzungsfehler und Missverständnisse, und assistive Technologien erhalten eindeutige Inhalte, die in jeder Sprache konsistent funktionieren.
Manche Sprachen verlangen längere, deklinierte Formen. Plane genügend Platz, damit klare Beschriftungen nicht gekürzt werden. Korrigiere automatisch erzeugte Fälle nicht blind, sondern teste mit Muttersprachlern und Hilfsmitteln, damit Bedeutungen korrekt ankommen und Navigationsketten stabil bleiben.
All Rights Reserved.